Pizzastangerl

Für unterwegs war ich auf der Suche nach einer leckeren Alternative zu fertig gekauften Sachen wie Hirsebällchen oder Semmeln. Meine Kriterien waren:

  • einfach zu halten und zu essen
  • auch bei großer Hitze gut mitnehmbar
  • die Kleidung und der Kinderwagen sollen nach dem Essen nicht voller Flecken sein und
  • auch ohne Salz wohlschmeckend.

Ich habe mich schlußendlich für meinen Standardpizzateig entschieden und diesen ohne Salz zubereitet. Da Parmesan normalerweise Salz enthält ist das ganze zwar nicht salzlos aber zumindest salzarm.

Pizzastangerl

100g Mehl (ich nehme am liebsten Weizenvollkornmehl)
60 ml Wasser (handwarm)
1 EL Olivenöl
3g Trockenhefe
Knoblauchpulver, Parmesan und Oregano nach Geschmack

Alle Zutaten gut verkneten und mindestens 30min an einem warmen Ort gehen lassen – der Teig sollte weich und elastisch aber nicht klebrig sein.
Ist der Teig klebrig, einfach noch etwas Mehl zugeben. Ist der Teig trocken und spröde mit leicht angefeuchteten Händen nochmals gut kneten.
Den Backofen auf 200°C  (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Walnussgroße Stücke aus dem Teig ausstechen und zu fingerdicken Stangen formen.
Auf einem Backblech auflegen (etwas Platz dazwischen lassen) und circa 20-25min backen – hängt stark von der Dicke der Stangen ab  – daher bitte beobachten!

Will man eine normale Pizza oder gefüllte Stangerl machen, kann man eine schnelle Tomatensoße aus Tomatenmark, Wasser und italienischen Kräutern herstellen.

Pizzastangerl (7)

Wollkartei

Kennt ihr das Problem? Ihr kauft Wolle und freut euch tierisch aufs loslegen. Also – runter mit der lästigen Papiermanschette und los gehts!
Tja.. und dann braucht man Wolle nach und man hat
a) keine Ahnung wo die Manschette abgeblieben ist,
b) eine Manschette aber keine Ahnung wo die Wolle ist
c) Glück, dass man noch ein Knäuel in derselben Farbe herumliegen hat.

Bei mir trifft in 90% aller Fälle a oder b zu – vor allem nachdem Babymaus Papier heiß und innig liebt wird es bei mir meistens am schnellsten Weg entsorgt.

So- heute hatte ich mal Zeit (hat ca. 1h gedauert) und Muße meine Wolle zu katalogisieren. Soweit ich sagen kann, hab ich für alle nahezu alle Knäuel die passende Marke und Farbe raus gefunden. Allerdings habe ich noch vier Manschetten, wo keine Wolle dazu passt (bei zwei weiß ich aber zumindest, wofür ich die Wolle verwendet habe…). Je eine Manschette für gelbe Wolle und eine für lila Wolle bleiben mysteriös.
Und die Manschette von der pinken Babyröckchen-Wolle wurde von meinem Baby zerlegt – also leider keine Ahnung welche Wolle das war.

Meine Wollkartei:
Wollkartei

Material
Karton (A4 in drei Spalten zerteilt)
Locher
Heftmaschine
Kugelschreiber

Anleitung
Den Karton in drei Spalten zerteilen.
Mit dem Locher auf beiden Seiten Löcher machen (Abstand je nach Geschmack und Wunsch)
Einen Faden der Wolle durch das Loch schlingen und die Manschette bzw. die nötigen Infos daran festheften.
Wenn ich von einem Wolltyp mehrere Knäuel hatte, habe ich einfach eine Manschette angeheftet und den Farbcode neben die Wolle geschrieben. Die Partienummer habe ich ignoriert, da ich mit den aktuellen Wollen keine großen Stücke gearbeitet habe.

Meine Wollkartei in der Wollbox:
Wollkartei1

Ich bin mir relativ sicher, dass es hierfür noch viel bessere Systeme gibt – aber für meinen Wollvorrat reicht diese Lösung 🙂

Fingerfarben auf Kinderwagenbezug

Als der Sommer anbrach habe ich bemerkt, dass die kleine Maus nach dem Spaziergang regelmäßig komplett durchgeschwitzt war. Ich hab unser Leid meiner Schwägerin – die toll nähen kann – geklagt und sie hat uns einen Stoffbezug für den Kinderwagen gemacht. Die Nähanleitung findet ihr auf ihrem Blog. Der Bezug ist passgenau und stört beim anschnallen überhaupt nicht und das wichtigste ist – die kleine Maus ist nicht mehr durchgeschwitzt da der Bezug den Schweiß gut absorbiert.

Da die kleine Maus inzwischen ganz gerne während des spazieren gefahren werdens isst, hatte die Unterlage innerhalb kürzester Zeit einige Flecken. Damit die Flecken nicht gar so auffallen habe ich mir Textilfarben besorgt und die Unterlage bemalt. Dazu haben wir spezielle Finger-Textilfarben verwendet und unsere Füße auf die Unterlage gedruckt. Bei Gelegenheit möchte ich noch einige kleinere Motive daraufmalen, aber im Moment bin ich damit sehr zufrieden.
Die Farbe färbt nicht auf die Kleidung der kleinen Maus ab und bis auf das gelb sieht man die Abdrücke echt gut. Auch die Waschmaschine hat dem keinen Abbruch getan.

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Achja – dieses bunte Ding rund um den Schutzbügel ist selbst gehäkelt – die Anleitung folgt 🙂

Osterhasen

Einige Wochen vor Ostern bin ich zufällig bei Hofer (Aldi) über ein Osterhäkelset gestolpert. Da ich schon eine ganze Weile überlegt hatte was ich meiner Kleinen zu ihrem ersten Osterfest schenken könnte habe ich einfach ein Hasen-häkelset gekauft.
Ich hatte zwar seit mindestens 15 Jahren keine Häkelnadel mehr in der Hand – aber ich hoffte darauf, dass man das genauso wenig verlernt wie Radfahren. Ich muss gestehen- ich war positiv überrascht! Nach einigen Fehlversuchen war ich wieder ganz schön schnell drinnen und ich habe mich dabei mit einem bösen Häkelfieber infiziert 😉

Ich finde das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen:

HaekelHasen
Vorlage von Hofer Meine Hasen

Der grüne und der gelbe Hase wohnen noch bei meiner Tochter – sie kaut irrsinnig gerne auf den Ohren herum 🙂
Der Pinke hat beim Nachbarsmädchen Unterschlupf gefunden und der Blaue ist zu meinem Neffen gezogen.
Ich hoffe die Kleinen haben mit den Hasen mindestens genau soviel Spaß wie ich beim häkeln!

Babyponcho – Teil 1

Schon vor Monaten habe ich mir mehrere Knäuel bunte Wolle gekauft um meiner kleinen einen Poncho zu stricken. Ich habe parallel mit einer Babydecke angefangen und bin schnell am Poncho verzweifelt. Irgendwie ging überhaupt nichts weiter beim Poncho, während ich bei der Decke schnell erste Ergebnisse gesehen habe – da mich das echt frustriert hat, habe ich das damalige Ergebnis wieder aufgetrennt und die Wolle und Nadeln in meiner Wolltruhe verstaut.
Gut – die Decke ist fertig (Bilder und der Artikel kommen nach dem Geburtstag meiner Babymaus) und jetzt habe ich mich wieder dem Projekt Poncho gewidmet. Ich hatte zuerst eine Anleitung für Erwachsene verwendet, da mir die Ärmel ziemlich gut gefallen haben – allerdings bin ich schnell draufgekommen, dass das ein ziemlicher Rechenaufwand ist und zusätzlich war dann der Kopfausschnitt viel zu klein. Also nochmals aufgedröselt und diesmal mit einer Anleitung aus meinem Baby-Strickbuch begonnen. Bis jetzt schaut das Ergebnis sehr vielversprechend aus.

Das Bündchen ist ein 3 cm hohes Rippenmuster (2M rechts, 2 M links). Laut Anleitung war eine Masche rechts, eine Masche links empfohlen – aber irgendwie ist mir das Muster nicht stark genug zur Geltung gekommen. Für die Rückenteil kommen jetzt noch 33cm rechts gestrickt – davon hab ich in den letzten Tagen 25cm geschafft. Ich bin schon vor allem auf den Halsausschnitt sehr gespannt und hoffe, dass ich bald berichten kann 🙂
Achja – der Poncho ist 54cm breit. Bei meiner Wolle, meinen Nadeln (3er Nadeln) und Strickstärke habe ich genau 100M angeschlagen. Laut Maschenprobe wären es 96M gewesen – aber irgendwie hab ich mir gedacht, mit 100M werde ich mich vielleicht bei der Teilung am Halsausschnitt leichter tun. Mal gucken 🙂

Poncho

Erdbeerschmarrn

Vor einigen Tagen herrschte gähnende Leere in unserem Kühlschrank. Für eine kalte Jause wäre zwar alles da gewesen, aber zum ersten Mal seit Tagen hatte ich Lust auf etwas warmes zu Mittag – wahrscheinlich weil es draußen keine 35°C mehr hat (aktuelle Außentemperatur: 20°C).
Gesagt getan – nur was macht man mit einem fast leeren Kühlschrank? Milch und Eier waren vorhanden und was ich im Sommer immer eingefroren habe sind pürierte Erdbeeren. Zuerst habe ich an Palatschinken (Pfannkuchen) gedacht – aber dann dachte ich, dass für die kleine Maus größere Stücke besser zu halten sind – also war die Idee des Erdbeerschmarrns geboren. Im Prinzip ist das ein normaler Kaiserschmarren – nur ersetze ich einen Teil der Flüssigkeit durch die Erdbeeren. Ich süße meinen Teig nicht, da die kleine Maus mitisst und sie (noch) nicht nach süßen Sachen verlangt.

Erdbeerschmarrn
2 Eier
180g Vollkornmehl (oder 200g normales Mehl)
200ml pürierte Erdbeeren
ca 100ml Milch (oder andere Flüssigkeit)
Zucker nach Bedarf

Die Eier mit dem Mehl vermischen. Die Erdbeeren dazugeben und gut unterrühren. Die Milch langsam dazugeben. Es sollte ein dickflüssiger Teig entstehen. Je nach Konsistenz der Erdbeeren benötigt man mehr oder weniger Milch.
Etwas Fett in einer Pfanne erhitzen, die Masse einfüllen (ca. 2 cm dick). Bei niedriger Hitze anbacken lassen. Mit einer Gabel in Stücke zerreißen und wenden. Der Schmarrn ist fertig, wenn die Seiten schön gebräunt sind und die Mitte nicht mehr flüssig ist.

Dazu gab es eine Vanillesoße (leider nicht selbstgemacht). Die Vanillesoße habe ich mit 2 EL Agavensirup gesüßt damit die kleine Maus auch davon kosten kann.

BLW und Breikost – Die Ausstattung

Zu Beginn waren wir sehr unsicher was wir eigentlich an Ausrüstung für das Experiment Essen benötigen.
Hier die Liste der Dinge die wir aktuell verwenden:

  • Hochstuhl aus Plastik mit Tablett (landet regelmäßig in der Dusche)
  • Zwei maschinenwaschbare Wachstischtücher (als Schutz für den Boden)
  • Plastikschüsseln
  • Moccalöffel (sind kleiner als normale Teelöffel. Plastiklöffel wurden zu Beginn verweigert)
  • Frühstücksbrett
  • Trinkglas (aus dickwandigem Glas oder Plastik)
  • ein guter Fleckenentferner 😉

Ursprünglich hatten wir uns schon vor Weihnachten einen Treppenhochstuhl geleistet. So ein Teil haben wir bei Freunden gesehen und wir waren begeistert wie toll ihr Tochter in dem Hochstuhl sitzt und isst. Was wir nicht bedacht haben war, dass die Kleine damals schon fast zwei Jahre alt war. Dementsprechend brav hat sie von einem Teller gegessen ohne ihn runter zuwerfen.

Nunja – bei uns fliegt noch alles zu Boden, egal ob Teller oder Essen. Daher haben wir uns einen Plastikhochstuhl mit Tablet besorgt. Da wir diesen Hochstuhl nur als „Notlösung“ ansehen, haben wir die Billigvariante von Ikea gewählt – und wir sind sehr begeistert.
Da es mir auch zu blöd war nach jedem Essen die Kleidung der Kleinen komplett einzuweichen isst sie jetzt nur noch in der Windel – im Sommer macht es ja sehr wenig unterschied ob Windel oder Windel und Body.
Die Kleine kann matschen und schmieren soviel sie will – der Hochstuhl landet nachher in der Dusche oder unterm Gartenschlauch und das Baby in der Badewanne. Und sollte doch einmal was auf Kleidung oder Textilen verteilt sind – ich liebe die Fleckenentferner von Dr. Beckmann. Ich hab sie einmal zufällig gekauft, weil ich einen Gutschein hatte – aber sogar Erdbeeren und Himbeeren waren damit kein Problem.

Das wir nach jedem Essen den Boden komplett aufwaschen mussten, hat uns ziemlich gestört, daher haben wir inzwischen Wachstischtücher unter dem Hochstuhl liegen. Das kann man super in die Waschmaschine und innerhalb kürzester Zeit ist die Küche wieder sauber und der Boden bleibt größtenteils sauber.

Meine Schwägerin hat mir empfohlen die Kleine von Anfang an an das Trinken aus einem Glas zu gewöhnen. Das haben wir gemacht und inzwischen toleriert sie das super und stellt sich auch sehr geschickt an. Der Vorteil ist, wir müssen keine Trinkgefäße mitschleppen wenn wir essen gehen oder Freunde besuchen – sie trinkt einfach aus einem normalen Glas. Danke für den Tipp liebe Schwägerin :*