Resümee: Kleiderschrank ausmisten und Project 333

Wie schon Ende Juli mal geschrieben, habe ich in meinen Kleiderkasten einiges an Änderungen vorgenommen und ich bin absolut glücklich mit dem Ergebnis.

Hier meine Zusammenfassung:

Project 333 hat für mich super funktioniert. Ich bin drauf gekommen, was ich momentan gerne trage und dass ich – trotz der ersten großen Ausmistaktion – noch immer viel mehr Kleidung besitze als ich für den Alltag brauche. Es hat mich echt fasziniert mit wie wenig Sachen (24 Stück) man zwei Monate problemlos leben kann – trotz Kinder.

Dem „Noch-immer-zuviel-Kleidung“-Problem bin ich diesmal mit Konmari zu Leibe gerückt. Oder heißt das in dem Fall an den Stoff gerückt? Auf Konmari hat mich eine Frendin gebracht, als ich ihr von meiner ersten Kleiderkasten-Ausmist-Aktion erzählt habe. Ihr Ansatz ist zwar sehr radikal – aber das meiste hat mir gut gefallen.

Beim Ausmisten 2.0 bin ich mit ihren „Glücksgefühlansatz“ über meine verbliebenen Kleidungsstücke gegangen und habe damit nochmals um eine Bananenkiste reduziert. Witzigerweise sind 90% der Sachen, die ich im zweiten Durchlauf weggegeben habe, vor den Schwangerschaften meine Favoriten gewesen. Dafür haben Kleidungstücke, die ich zuvor kaum getragen habe, ihren Weg in meinen Kasten geschafft. Interessant oder?  Zwei Freundinnen von mir hat sich jedenfalls über ihren „Gratisshoppingtrip“ gefreut 😉

Auch bei den Farben hat sich durch das Ausmisten viel getan. War mein Kleiderkasten vorher stark von Blautönen geprägt, so kommen jetzt vermehrt Herbsttöne vor.

Gestern habe mich mal hingesetzt und alle Teile (außer Sportsache, Pyjama, Unterwäsche, Jacken und Schuhe) gezählt – 81 Stück befinden sich aktuell im Kasten. Eigentlich klingt es immer noch sehr viel für eine Ganzjahrsgarderobe oder?

Aber mein Kommode ist jetzt leer (bis auf eine Lade Sportsachen) und mein Kasten ist auch nur zur Hälfte voll. Vor dem Kleiderkasten-Ausmisten waren Kasten und Kommode gerammelt voll. Ich war leider in absoluter Sammlertyp und habe mich nur schweren Herzens von Sachen trennen können – und im Kasten hat man das besonders stark gemerkt. Aber ich glaube, nach dem Hochgefühl der letzten Wochen wird sich das Sammeln – zumindest im Kleiderkasten- nicht mehr durchsetzen können. Das einzige was mich massiv ärgert ist, dass ich die aussortierten Teile nicht gezählt habe. Wobei ich dann wahrscheinlich absolut geschockt wäre *loool.

Seit einigen Tagen verwende ich jetzt wieder meine „ganze“ Kleidung – und ich bin in der früh teilweise wirklich überfordert. So schnell wie beim Projekt 333 geht das anziehen jetzt nicht mehr. Ich bin wirklich am überlegen, ob ich mir am Monatsanfang eine „Monatsgardarobe“ herrichte mit der ich dann das Monat lebe. Mal gucken. Für die nächsten paar Wochen versuche ich es mal so.

 

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Kleiderschrank ausmisten und Project 333

Heute mal ein ganz anderes Thema (sprich weder Basteln noch Essen)- aber ich fühl mich gerade total leicht, weil ich gut die Hälfte meiner Kleidungsstücke auf den „Verschenken/Spenden/Upcyceln zu Kinderkleidern“ – Stapel gelegt habe – und da war echt viel Überwindung dabei. Der Artikel ist etwas lang, aber ich bin sooo quirlig wie seit langem nicht mehr – merkt man sicher auch beim Lesen.

Wieso ausmisten?
Zwei Schwangerschaften sei Dank passen mir viele von meinen alten Sachen nicht mehr. Andere gefallen mir einfach nicht mehr – 3.5 Jahre sind doch eine laaaaange Zeit. Und wieder andere habe ich nur aus sentimentalen Gründen aufgehoben. Und was soll ich sagen – ich habe immer noch mehr Kleidung als nötig.

Kleiderschrankorganisation
Bei meinen Recherchen nach der perfekten Kleiderschrankorganisation um schnell ein Outfit zu finden, bin ich zufällig auf Project 333 gestoßen. Hierbei handelt es sich um eine Herausforderung, die vorsieht, dass man mit maximal 33 Kleidungsstücken 3 Monate auskommt. Dieser minimalistische Ansatz hat mich nach einem kurzen Schockmoment doch irgendwie angesprochen. Ich habe aktuell einfach nicht die Zeit und Muße Stunden vor dem Kleiderkasten zu verbringen und nach einem perfekten Outfit zu suchen. Und ich möchte mal testen, ob das wirklich funktioniert.

Project 333 in meinem Kasten

Da ich mich aber noch nicht von den Sachen des „Behalte-ich-noch“-Staple trennen möchte, habe ich einfach meine 24 Lieblingsteile für die verbleibenden Sommermonate (bis Ende September) zusammengestellt und teste mal, ob das wirklich funktioniert – ich bin schon echt gespannt. Tag 1 war mal easy 😉

Wieso 24 statt 33 Teile? 
24, weil ich beim Ausmisten noch nicht bis zu den Jacken und Schuhen vorgedrungen bin und ganz ehrlich – ich hatte zuerst 20 Teile und fand das ausreichend. Allerdings habe ich zur Sicherheit noch 2 Shirts, das Tunikahemd und einen bodenlangen Rock – den mein Mann an mir liebt – dazugegeben 😉 Außerdem habe ich Kinder – da sind Flecken vorprogrammiert.

Wieso Ende September statt drei Monate?
Weil ich dann zu Arbeiten anfange und noch nicht sicher weiß, wie meine Businesskleidung aussehen soll/wird.  Außerdem habe ich in den letzten 3.5 Jahren entweder Umstandsmode oder Stillshirts getragen, daher muss ich mich stilistisch erst wieder (neu)finden 😉

Meine 24 Teilekleiderkasten

  • 2 Jeans
  • 2 3/4 Hosen
  • 2 Shorts
  • 3 Röcke (1 kurzer, 2 bodenlange)
  • 2 Cardigans
  • 1 Bolero
  • 1 Tunikahemd
  • 11 T-shirts (alle möglichen Stile von bunt bis neutral, elegant bis sportlich, mit Ärmel bis Träger)

So bin ich vorgegangen
Falls jemand vor dem Kleiderkasten steht und sich denkt – omg – da ausmisten wird furchtbar. Ich bin so vorgegangen, damit es ja kein zurück gibt:

Ich habe alles (außer Sportsachen, Pyjama, Unterwäsche und Socken) auf unser Bett geworfen (schock lass nach – ich wusste echt nicht wie viel Kleidung ich in Boxen und Kisten verstaut hatte.)
Ich habe bewusst das Bett gewählt, damit ich auch wirklich gezwungen war, es bis am Abend zumindest grob zu sortieren.

Dann habe ich drei Stapel gemacht

  1. Behalte ich
  2. Vielleicht
  3. Omg – was hab ich denn da gefunden? aka – das kommt weg.

Witzigerweise waren 1 und 3 fast gleich groß, 2 war vielleicht 1/3 von den anderen Stapeln.

3 habe ich gleich mal in eine riesige Kiste geräumt und gar kein zweites mal durchgesehen.
1 habe ich zwei Tage später nochmals sortiert – und hier sind nochmal ca. 10 Teile rausgeflogen.
2 habe ich kurz durchgesehen und bis auf eine Jacke ist alles tränenlos auf zu 3er gewandert.

Resümee nach dem Ausmisten
Ich muss sagen, am härtesten war das schlechte Gewissen, gute Sachen herzugeben. Immerhin habe ich sie ja gekauft mit der Intention sie anzuziehen. Aber nachdem ich den 1er Stapel schön zusammengelegt habe und – minus meiner 24 Teile für die nächsten 2 Monate – im Kasten verstaut habe, fühl ich mich echt echt frei und erleichtert.

Zukunftsmusik
In zwei Monaten möchte ich dann nochmal über alles drüber gehen und gucken ob sonst noch was weg kann.
Bzw. um Weihnachten werde ich noch einen Durchgang starten.
Und ich habe mir fest vorgenommen nur noch ganz wenige Sachen zu kaufen, die ich auch wirklich brauche, bzw. für jedes Ding, das reinkommt, kommt ein anders raus.
Aktuell steht auf meiner Wunschliste nur eine schwarze Jeans. Und wohl 2 Hosenanzüge / Kostüme für Kundentermine und Messen in der Arbeit.

Danke auch an meinen Mann, der nicht vor Schreck in Ohnmacht gefallen ist, als er das ganze Gewand gesehen hat. 😉