Vorhanghalter aus Fimo

In unserem Wohnzimmer haben wir ein riesiges Fenster zum Garten. Gerade im Frühjahr, wenn alles am grün werden ist, finden wir es schade den tollen Ausblick mit Vorhängen zu verdecken, im Sommer bin ich ein Fan der Vorhänge, weil sie doch etwas dabei helfen die Hitze und Sonne abzuhalten, im Herbst und im Winter sind die Vorhänge meistens weggeschoben, damit mehr Licht ins Zimmer kommt. 

Die Vorhänge einfach beiseite schieben schaut für mich einerseits schlampig aus, andererseits hat die Große die Vorhänge dann immer durch die Gegend gezogen. Darum habe ich nach Vorhanghaltern gesucht, die einerseits nicht zu teuer sind und andererseits zu unserem Einrichtungsstil passen. Recht fündig bin ich nicht geworden. Da ich von der Garnschalenaktion und einem Ausverkauf noch einiges an Fimo übrig hatte, habe ich kurzerhand beschlossen mich an Gardinenhalter aus Fimo zu versuchen.

Hierfür habe ich das Fimo in den gewünschten Farben (gelb und weiß) zu langen Schlangen gedreht und zu einem oval geformt. Anschließend habe ich das ganze mit dem Nudelholz auf einer schnittfesten flach ausgerollt. Die Form war dann immer noch oval, aber unterschiedlich breit. Also musste ich das ganze noch zu einem schönen Oval zuschneiden – hierfür am besten Zirkel, Lineal und einen scharfen Cutter oder ein Stanleymesser bemühen 😉

Für den Stab habe ich einen Grillspieß aus Holz mit den weggeschnittenen Fimo grob umwickelt und anschließend auf einer Unterlage solange gerollt und gedrückt, bis der Stab gleichmäßig vom Fimo umgeben war.

Anschließend habe ich das Fimo nach Anleitung im Ofen gebrannt und dann kam mir meine Ungeduld  zu Gute. Ich wollte möglichst schnell wissen wie die Halter am Vorhang aussehen und habe sie noch in ziemlich warmen Zustand am Vorhang befestigt. Dadurch war das Fimo noch nicht fest erstarrt und lies sich wunderbar in Form bringen 😉

Hätte ich gewartet bis das ganze auskühlt ist, hätte ich die Dinger wohl wegwerfen können.

Update: Leider ist ein Halter zerbrochen. Lektion gelernt – das Fimo sollte nicht zu dünn ausgerollt werden 😉

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Häkelnadel mit Fimo

Bei unserer Fimo-Schalenbastelaktion habe ich mit den Resten zwei Häkelnadelgriffe neu gestaltet. Die Metallgriffe waren ziemlich dünn und lagen für meinen Geschmack schlecht in der Hand – darum habe ich einfach versucht die Griffe mit Fimo zum umwickeln und zu brennen. Hier das Ergebnis:

Häkelnadel1

Für die blau-pink-grüne Nadel habe ich drei dünne Schlangen geformt und diese dann eingedreht. Anschließend habe ich die Häkelnadel vorsichtig in den Strang reingesteckt, das Fimo gut festgedrückt und dann nochmals gedreht. Der Nachteil an dieser Methode war, dass der neue Griff nicht ganz glatt ist und etwas schlecht zu halten ist.

Für die Häkelnadel im psychedelischen Stil habe ich einfach kleine Reste flach gedrückt und um die Häkelnadel gewickelt. Anschließend habe ich die Nadel wie ein Nudelholz am Tisch gerollt damit  alle Unebenheiten ausgeglichen werden. Zusätzlich habe ich ein kleines Fenster rausgeschnitten, damit die Nadelstärke gut sichtbar ist. Dies ist gleichzeitig sehr praktisch, da ich hier eine „Ablage“ für den Daumen habe 😉

Garnschale

Vor längerem bin ich zufällig über eine Anleitung für eine selbstgemachte Garnschale gestolpert. Ich finde das Design wunderhübsch nachdem ich ja aktuell sehr viel mit Wolle mache, habe ich beschlossen, dass ich so ein Ding unbedingt brauche und meine Schwägerin hat dies auch gedacht. 😉

So eine Schale ist echt supereinfach zu machen – alles was man braucht ist Fimo, etwas Zeit und einen Backofen. Aber Zeit mit einer kleinen Babymaus zu finden, ist nicht immer ganz einfach. Aber meine Schwägerin hatte die tolle Idee, das wir unsere Schalen doch an einem Wochenende bei den Schwiegereltern machen könnten, da es hier an Babysittern mit Sicherheit nicht mangeln würde.

Schale      Schale mit Wolle

Gesagt getan, am letzten Wochenende haben wir uns hingesetzt und unsere Schalen gemacht. Traumhaft schönes Ergebnis- findet ihr nicht?

Ich habe insgesamt 6 verschiedene Farben verwendet:
Glitzerviolett – 602
Lila – 62 (?)
Transparent Weiß – 014
Blau – 37  (1/2 Packung)
Türkis – 56 (1/2 Packung)
Pink – 22 (2 fingernagelgroße Stücke)

Gemacht habe ich es folgendermaßen:

Die beiden Lilatönte und Weiß jeweils halbieren und beide Hälften zu langen Schlangen formen (ca. 1cm Durchmesser).
Vom Blau und Türkis benötigt man jeweils nur eine Hälfte – diese auch zu Schlagen formen.
Vom Pink zwei ca. fingernagelgroße Stücke zu 1cm hohen Ovalen formen.
Das Pink in die Mitte legen und mit den Schlangen spiralförmig umwickeln.

Reihenfolge Boden:
Pink – Dunkellila – Weiß – Helllilla – Dunkelblau
Reihenfolge Seitenteil:
Pink – Dunkellila – Weiß – Helllila – Türkis

Beide Teile mit einem Nudelholz flach ausrollen (ca. 0.5cm hoch). Dann wie einen Pfannkuchen einrollen und von der Rolle ca. 1cm hohe Stücke abschneiden. Die Stücke kreisförmig anordnen und nochmals flach ausrollen (0.3 – 0.5cm hoch). Auf eine Schüssel geben und bei 130°C 30min im Backofen backen.

Rückseite

Die Schale ist mit einer Öffnung für die Wolle versehen:

Fadenöffnung          Fadenöffnung1

Zusätzlich habe ich einen kleinen Haken angebracht. Während ich das gemacht habe, war ich mir nicht ganz sicher wozu, aber jetzt finde ich es praktisch zum ablegen der Häkelnadeln bzw. zum befestigen des laufenden Fadens, wenn ich die Häkelnadel für was anders brauche.

Halterung        Halterung1

Weitere Informationen zu Fimo und Mustern finden sich hier.