Kleiderschrank ausmisten und Project 333

Heute mal ein ganz anderes Thema (sprich weder Basteln noch Essen)- aber ich fühl mich gerade total leicht, weil ich gut die Hälfte meiner Kleidungsstücke auf den „Verschenken/Spenden/Upcyceln zu Kinderkleidern“ – Stapel gelegt habe – und da war echt viel Überwindung dabei. Der Artikel ist etwas lang, aber ich bin sooo quirlig wie seit langem nicht mehr – merkt man sicher auch beim Lesen.

Wieso ausmisten?
Zwei Schwangerschaften sei Dank passen mir viele von meinen alten Sachen nicht mehr. Andere gefallen mir einfach nicht mehr – 3.5 Jahre sind doch eine laaaaange Zeit. Und wieder andere habe ich nur aus sentimentalen Gründen aufgehoben. Und was soll ich sagen – ich habe immer noch mehr Kleidung als nötig.

Kleiderschrankorganisation
Bei meinen Recherchen nach der perfekten Kleiderschrankorganisation um schnell ein Outfit zu finden, bin ich zufällig auf Project 333 gestoßen. Hierbei handelt es sich um eine Herausforderung, die vorsieht, dass man mit maximal 33 Kleidungsstücken 3 Monate auskommt. Dieser minimalistische Ansatz hat mich nach einem kurzen Schockmoment doch irgendwie angesprochen. Ich habe aktuell einfach nicht die Zeit und Muße Stunden vor dem Kleiderkasten zu verbringen und nach einem perfekten Outfit zu suchen. Und ich möchte mal testen, ob das wirklich funktioniert.

Project 333 in meinem Kasten

Da ich mich aber noch nicht von den Sachen des „Behalte-ich-noch“-Staple trennen möchte, habe ich einfach meine 24 Lieblingsteile für die verbleibenden Sommermonate (bis Ende September) zusammengestellt und teste mal, ob das wirklich funktioniert – ich bin schon echt gespannt. Tag 1 war mal easy 😉

Wieso 24 statt 33 Teile? 
24, weil ich beim Ausmisten noch nicht bis zu den Jacken und Schuhen vorgedrungen bin und ganz ehrlich – ich hatte zuerst 20 Teile und fand das ausreichend. Allerdings habe ich zur Sicherheit noch 2 Shirts, das Tunikahemd und einen bodenlangen Rock – den mein Mann an mir liebt – dazugegeben 😉 Außerdem habe ich Kinder – da sind Flecken vorprogrammiert.

Wieso Ende September statt drei Monate?
Weil ich dann zu Arbeiten anfange und noch nicht sicher weiß, wie meine Businesskleidung aussehen soll/wird.  Außerdem habe ich in den letzten 3.5 Jahren entweder Umstandsmode oder Stillshirts getragen, daher muss ich mich stilistisch erst wieder (neu)finden 😉

Meine 24 Teilekleiderkasten

  • 2 Jeans
  • 2 3/4 Hosen
  • 2 Shorts
  • 3 Röcke (1 kurzer, 2 bodenlange)
  • 2 Cardigans
  • 1 Bolero
  • 1 Tunikahemd
  • 11 T-shirts (alle möglichen Stile von bunt bis neutral, elegant bis sportlich, mit Ärmel bis Träger)

So bin ich vorgegangen
Falls jemand vor dem Kleiderkasten steht und sich denkt – omg – da ausmisten wird furchtbar. Ich bin so vorgegangen, damit es ja kein zurück gibt:

Ich habe alles (außer Sportsachen, Pyjama, Unterwäsche und Socken) auf unser Bett geworfen (schock lass nach – ich wusste echt nicht wie viel Kleidung ich in Boxen und Kisten verstaut hatte.)
Ich habe bewusst das Bett gewählt, damit ich auch wirklich gezwungen war, es bis am Abend zumindest grob zu sortieren.

Dann habe ich drei Stapel gemacht

  1. Behalte ich
  2. Vielleicht
  3. Omg – was hab ich denn da gefunden? aka – das kommt weg.

Witzigerweise waren 1 und 3 fast gleich groß, 2 war vielleicht 1/3 von den anderen Stapeln.

3 habe ich gleich mal in eine riesige Kiste geräumt und gar kein zweites mal durchgesehen.
1 habe ich zwei Tage später nochmals sortiert – und hier sind nochmal ca. 10 Teile rausgeflogen.
2 habe ich kurz durchgesehen und bis auf eine Jacke ist alles tränenlos auf zu 3er gewandert.

Resümee nach dem Ausmisten
Ich muss sagen, am härtesten war das schlechte Gewissen, gute Sachen herzugeben. Immerhin habe ich sie ja gekauft mit der Intention sie anzuziehen. Aber nachdem ich den 1er Stapel schön zusammengelegt habe und – minus meiner 24 Teile für die nächsten 2 Monate – im Kasten verstaut habe, fühl ich mich echt echt frei und erleichtert.

Zukunftsmusik
In zwei Monaten möchte ich dann nochmal über alles drüber gehen und gucken ob sonst noch was weg kann.
Bzw. um Weihnachten werde ich noch einen Durchgang starten.
Und ich habe mir fest vorgenommen nur noch ganz wenige Sachen zu kaufen, die ich auch wirklich brauche, bzw. für jedes Ding, das reinkommt, kommt ein anders raus.
Aktuell steht auf meiner Wunschliste nur eine schwarze Jeans. Und wohl 2 Hosenanzüge / Kostüme für Kundentermine und Messen in der Arbeit.

Danke auch an meinen Mann, der nicht vor Schreck in Ohnmacht gefallen ist, als er das ganze Gewand gesehen hat. 😉

Advertisements

Gulasch und mein neues „Küchenspielzeug“

Seit Monaten schleiche ich um einen sogenannten Schongarer herum.  Irgendwann habe ich beschlossen – ich brauche so ein Teil. Unbedingt. Und zwar am besten sofort.Und ich habe den Kauf bis jetzt keine Sekunde bereut!

Warum ich mich schlussendlich für den Schongarer entschieden habe – wir bekommen von einem Biobauern tolles Angusrindfleisch und im Paket ist sowohl Kochfleisch als Gulaschfleisch enthalten. Aber ich bin halt nicht der große Meisterkoch was Gulasch betrifft – das überlasse ich lieber meiner Mama. Sie legt die Latte so extrem hoch und da brauch ich schon viel Motivation um mich da dran zu wagen.  Oder wie mein Mann immer sagt – du bist die zweitbeste Köchin. Den ersten Platz kriegt deine Mama. Aber immerhin – als zweite kann man sich noch verbessern 😉

Und ein weiterer Pluspunkt – am Abend haben meine zwei eine Tendenz dazu, mich nicht kochen zu lassen. Aber in der Früh alles herrichten und es dann munter den ganzen Tag vor sich hin schmoren lassen – das funktioniert wunderbar.

Aber… genug um den heißen Brei herumgeredet- hier das Gulaschrezept für den Schongarer. Vorweg – obwohl es ein typisch-durchzogenes Gulaschfleisch war, war das Fleisch zart und trotzdem wunderbar saftig.

Zutaten

1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, gepresst
3 EL Gulaschgewürz (z.B.: Sonnentor)
500g Rindfleisch, gewürfelt
350ml Wasser
2-3 EL Tomatenmark

Zubereitung

Zwiebel in etwas Öl in einer großen Pfanne glasig andünsten. Die Knoblauchzehe dazugeben und kurz mitbraten. In den Schongarer geben.

Rindfleisch mit dem Gulaschgewürz vermischen und in der Pfanne von allen Seiten gut anbraten. Ebenfalls in den Schongarer geben.

Einen Teil des Wassers in die Pfanne schütten und den Bratensatz lösen. In den Schongarer geben.

Die restliche Flüssligkeit, Tomatenmark und Salz in den Schongarer geben und alles gut vermischen. Lieber etwas weniger würzen und am Schluss nochmal nachwürzen. Im Schongarer kommen die Gewürze geschmacksmäßig stärker raus als beim Kochen am Herd.

Schongarer auf Low stellen und ca. 8h garen.

Mit Spätzle, Nudeln oder Semmeln servieren.

Pacman Hochzeitsgeschenk

Für die Hochzeit von Freunden habe ich einen Pacman inklusive 4 Geister gehäkelt. Die Hochzeitszeitung hatte das Thema Computerspiele und nach einigem hin und her überlegen, wie wir das Geschenk gestalten, haben wir uns für Pacman als Thema entschieden.

Die Anleitungen habe ich im Internet gefunden. Ich habe einige probiert und die verwendete – ich hab vergessen welche ich genommen habe – habt super funktioniert und auch von der Größe her perfekt gepasst. Die Augen habe ich aus Filz gemacht und mit Klettband angeklebt.

Das Geld haben wir dann einfach mit ablösbaren Klebeband in eine Schachtel geklebt – als Spielfeld sozusagen. Die Pacmanfiguren haben wir mit Klettband drauf befestigt und zusätzlich noch eine Glückwunschkarte dazu gesteckt. Die Karte war auch selbst gemacht – der Pacman als Braut und der Geist als Bräutigam 😉

 

pacman1

pacman2

Hollersirup oder Holunderblütensirup

Am Hollersirup scheiden sich bei uns die Geister. Mama und die Große lieben den Saft, der Papa mag ihn gar nicht (außer im Hugo). Die Kleine weiß – zum Glück – noch nichts davon ;).

Letztes Jahr habe ich vier Liter Saft gemacht, und trotz starker Einschränkung meinerseits, waren alle Flaschen bis Sommerende leer 😦

Heuer habe ich mich wieder rangewagt und knapp 10 Liter gemacht – ich bin gespannt wie lange wir auskommen ;). Dieses Jahr habe ich zu meinem Standardrezept von einer lieben Freundin (Danke meine Liebe!) auch ein neues Rezept probiert.

Auf den ersten Schluck sind beide sehr süffig – mal gucken wie ihnen die Lagerung bekommt 😉

Saft3

(Falls sich jemand wundert wie das 10l sein können – 5 große Flaschen fehlen – die musste ich mir erst von Nachbarn erbetteln 😉 )

Rezept nach CH – etwas abgewandelt:

40 kleinere Hollerblüten (oder 30 größere)

2 Liter Wasser

2 Zitronen (in dicke Scheiben geschnitten)

1 Orange (in dicke Scheiben geschnitten)

100g Zitronensäure

2.5 kg Zucker

1 Packung Einsiedehilfe

 

Zubereitung

Tag 1:

Hollerblüten gut säubern (Käfer trinkt niemand gerne 😉 )

Wasser, Zitronen, Orangen und Zitronensäure vermischen. Hollerblüten dazugeben und gut umrühren. Ich nehme dazu einen eigens gekauften Plastikeimer oder einen 10l Kochtopf.  Mischung abdecken und kühl stellen (z.B. Keller oder Technikraum)

SaftCH

Tag 2 ( und 3 für einen intensiveren Saft) :

Mischung umrühren

Tag 3 (bzw. 4):

Mischung durch eine Mullwindel abseihen und sanft ausdrücken.

Zucker und Einsiedehilfe im Saft auflösen (das dauert einige Zeit).

In Flaschen abfüllen (ich sterilisiere meine im Dampfgarer).

 

 

Als zweites Rezept habe ich heuer dieses hier ausprobiert. Allerdings habe ich mehr Hollerblüten genommen – da ich Angst hatte, dass die Zitrusfrüchte den Hollergeschmack überdecken.  Und ich habe 1kg Zucker genommen – ich war zu faul die Waage auszupacken 😉

Zubereitet habe ich es wie oben. Tag 1 ansetzen, Tag 2&3 umrühren, Tag 4 abseihen und abfüllen.

SaftCot

 

 

Spargel im Nudelmantel mit Parmesanbechamel

Ich liebe die Spargelsaison. Leckeres, frisches Gemüse (frisch vom Biobauern in unserem Fall) und ein erstes Zeichen, dass der Frühling im Anmarsch ist.

Heuer gab es alles mögliche vom Spargel, z.B.: Spargelrisotto, klassischen Spargel, Knabberspargel mit Erdbeeren und Schafskäse. Inzwischen is(s)t auch der Papa begeistert 😉 Auf meiner Wunschliste stehen heuer noch Spargelquiche und Nudeln mit Spargelsoße – hoffentlich hat der Biobauer noch lange genug offen 😉

Einer der Familienfavoriten ist aber seit Jahren Spargel im Lasagneblatt mit Parmesanbechamel überbacken – und das Rezept möchte ich euch heute vorstellen.

Rezept  (für 3-4 Personen)

500g Spargel grün
1 Packung Lasagneblätter
eventuell Schinken
1/2l Milch
50g Butter (oder Öl)
50g Mehl
100-200g Parmesan (je nach gewünschter Intensität – ist bei uns ein Streitfaktor 😉 )
Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung

Eine Auflaufform mit Trennfett einsprühen.
Den Spargel 10-12 Minuten (im Dampfgarer) bissfest kochen.
Pro 4 Stangen Spargel ein Lasagneblatt herrichten. Die Lasagneblätter 3-4 Minuten einzeln im Wasser kochen (oder man nimmt eine breite Pfanne, dann passen mehr hinein). Die fertigen Blätter nebeneinander auflegen, da sie sonst zusammenkleben.

Butter in einem Topf erhitzen, Mehl dazugeben und unter rühren leicht anbräunen. Die Milch dazugeben und unter rühren zum kochen bringen. Ich nehme hierfür gerne einen Pürierstab – dann ist das Risiko auf klumpige Bechamlsoße faktisch null. Einige Minuten köcheln lassen (das rühren nicht vergessen) bis die Maße eindickt und den Parmesan unterrühren. Zuerst lieber mal weniger und je nach Geschmack noch mehr dazugeben.  [An dieser Stelle eventuell was wegnehmen für ein Baby]. Mit Salz, Pfeffer und  Muskat abschmecken.

Die Lasagneblätter nach Belieben mit Schinken belegen. 4 Stangen Spargel drauflegen und einrollen. Die Rollen mit der offenen Seite nach unten in eine Auflaufform geben. Ich mache meistens meinen Teil ohne Schinken und den Rest mit.

[Für die Kleine habe ich eine Mini-Auflaufform gemacht und die Teigblätter und den Spargel mundgerecht geschnitten und dann mit der Bechamel übergoßen.]

Mit der Parmesanbechaml übergießen und ca 15-20min bei 180°C (Heißluft) goldgelb überbacken.

 

 

Mexikanischer Käseeintopf

Wie bei vielem Guten im Leben, hat auch hier der Zufall seine Hand im Spiel gehabt. Aber ist das dann noch Zufall wenn jemand die Hand im Spiel hat? Na egal. Das Rezept ist toll. Das ursprüngliche Rezept ist von Chef de Home – aber ich habe es für unsere Bedürfnisse angepasst. Und zusätzlich beim ersten kochen ‚cup‘ und ‚can‘ falsch gelesen und  das Ergebnis ist ein echtes Wohlfühlessen. Und auch die Kleine kann mitessen – ich würze einfach erst, nachdem ich ihre Portion entnommen habe.

Mexikanischer Käseeintopf

Zutaten

50g Mozzarella, gerieben
75g alter Cheddar, gerieben
1 Dose stückige Tomaten (ev. mit Kräutern)
1 Dose Bohnen
1 Dose Mais
½ rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Gewürzmischung für Chili con Carne
Oregano, Salz, Pfeffer
Ev. Avocado, kleingeschnitten als Topping

Zubereitung

Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl anschwitzen. Gewürzmischung dazugeben und noch kurz anbraten. Dosentomaten, Bohnen, Mais und Käse dazugeben und gut vermischen.
Ca. 10-15 min auf kleiner Flamme köcheln lassen und dabei immer wieder gut umrühren.
Mit Salz, Pfeffer und Oregano abschmecken.

Dazu schmecken Wraps, Weißbrot, etc.

Füßchen auf Keilrahmen

Ein paar Tage nach der Geburt von unserer Großen haben wir ihre Fußabdrücke mittels Stempelfarbe (laut Hebamme eine ganz normale) auf einen Keilrahmen gebannt. Insofern eine gute Idee, weil ich mir heute, gute 2 Jahre später, gar nicht mehr vorstellen kann, das Babymaus wirklich sooo winzige Füßchen hatte 😉

Bis auf die Fußabdrücke war der Keilrahmen weiß und ich habe ewig sinniert wie ich ihn am besten gestalte. Kurz bevor die Kleine auf die Welt gekommen ist, haben wir beschlossen eine Wand solchen „Andenken“ zu widmen.

Ich habe die Fußabdrücke mit ablösbaren Malerkrepp abgeklept und die restliche Fläche bunt bemalt.

Für die Große habe ich ein helles rosa mit blau gewählt, für die Kleine ein helles lila mit grün.

Fueßchen